Unsere Zucchini-Pflanze im Garten hatte einen etwas schweren Start, aber in der letzten Zeit hat sie ordentlich aufgeholt und uns einige große und kleine Zucchinis geliefert. Gott sei Dank, denn wir hatten nur noch 1 Glas Relish im Keller vom Vorjahr und ich wollte doch so gern noch neues machen, damit wir gut über den Winter kommen. Für ein Rezept braucht man ca. 1,5kg Zucchinis und nur ein halbes Rezept mach ich nicht – ist viel zu wenig
Gestern hab ich dann das Relish gekocht und in Gläser eingemacht – mjamm, jetzt muss ich uns noch ein paar Steaks kaufen, denn es schmeckt super lecker zu Fleisch!
Das sind unsere zwei größten Zucchinis für dieses Jahr – da wiegt eine um die 1kg! Eigentlich mach ich die ab, wenn sie nicht ganz so riesig sind, denn je größer sie werden, desto mehr verlieren sie an Geschmack finde ich. Aber die beiden hier sind quasi über Nacht so riesig geworden! Für das Zucchini-Relisch habe ich eine dieser großen Stangen und eine halbsogroße genommen, denn das Rezept ist ein Tassenrezept und ohne konkreten Gewichtsangaben:
Zuerst werden die Zucchinis gewaschen und fein geraspelt. Insgesamt braucht man für ein Rezept 12 Tassen Zucchinis – das waren in meinem Fall ca. 1,5 kg der Südfrucht. Wer eine Küchenmaschine hat, hats gut, der kann die Zucchini nämlich darin raspeln. Ich hab den Quick-Chef von Tupper verwendet, obwohl das auch nicht so das Gelbe vom Ei war. Voriges Jahr hab ich die Zucchinis mit dem V-Hobel geraspelt, aber dazu hatte ich keine Lust.
Dann braucht man noch 4 Tassen Gemüsezwiebel – klein gehackt. Das waren in meinem Fall ca. 2 recht große weiße Zwiebeln. Das Gemüse vermengt man in einer großen Schüssel und gibt dann 5 EL Salz hinzu. Das Gemüse-Salz-Gemisch bleibt dann über Nacht stehen, damit es durchziehen kann.
Nach dem Durchziehen das Gemüse-Salz-Gemisch auf ein Sieb geben und mit kalten Wasser abbrausen und gut abtropfen lassen. Danach alles in einen Topf geben und folgende Zutaten hinzu geben:
2 Tassen Weinessig, 4 Tassen Zucker, 1 TL Kurkuma, 3/4 TL Muskat, 1/2 TL Pfeffer, 1 1/2 TL Selleriesalz (oder ein anderes)
Alles gut verrühren und für 30 Minuten köcheln lassen. Den Deckel nicht auf den Topf legen, damit die Flüssigkeit etwas verkochen kann und die Mischung eindickt. In der Zwischenzeit 2 rote Paprika waschen und klein hacken. Kurz vor Ende der Kochzeit die Paprika hinzugeben und kurz mitköcheln lassen. Dann 2-3 EL Stärkemehl einrühren, damit das Relish gebunden wird. Aber nicht zu viel Stärke, sonst schmeckt man das raus!
Das fertige Zucchini-Relish habe ich dann bis zum Rand gefüllt in Schraubdeckelgläser gegeben. Diese verschlossen und kurz auf den Kopf gestellt. Die Gläser hab ich natürlich vorher heiß ausgespült und dann für ca. 10 Minuten im Backofen bei 180°C sterilisiert. Sicher ist sicher
So dürfte das Relish dann lange halten. Also wir haben vom letzten Jahr noch ein Glas im Keller stehen und das vorletzte hab ich erst kürzlich geöffnet. Schmeckt noch und sieht nicht komisch aus
Geöffnet hält es sich auch ne Weile – ist ja auch ne Menge Zucker und Essig mit drin!
Das Zucchini-Relish schmeckt gut zu Fleisch, aber auch zu anderen Gerichten oder so gegessen als Salat. Probierts doch mal aus! Und für die, die keine Zucchinis mögen: die grünen Früchte schmeckt man kaum raus und ich wette, dass selbst ein Zucchini-Verweigerer es lecker findet – die Erfahrung hab ich nämlich bei meinem Vater gemacht!
Das Rezept möchte ich im Übrigen im Rahmen von Mellis Kochduell im September posten – das Thema im diesen Monat ist bei ihr “Lieblingsrezept” und ja, das Relish gehört definitiv dazu.
Na ich glaube das werd ich mal ausprobieren.Nur das raspeln wird mir sicher nihct gefallen, wobei ich hab ja zwei Kinder die das gerne machen
Danke für das tolle Rezept
Das schmeckt echt lecker! Hast du nicht ne Küchenmaschine? Dann gehts schneller
Huhuuu,
so dann weiß ich ja jetzt auch, bei wem ich mich für die Puppenmuseum-Karte bedanken kann.
Also: DANKE SCHÖÖÖN!!!
PS: Den Post habe ich auch entsprechend geändert
Ich habe zwar schon öfters von einem Relish gehört, aber so richtig konnte ich mir nichts darunter vorstellen. Dank deines Rezepts kann ich nun mit dem Begriff etwas anfangen und irgendwie … klingt das ziemlich lecker! Ich liebe Zucchini ohnehin in allen Variationen.
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