Meine Kinder sind ja bereits erwachsen und als sie klein gewesen sind, gab es außer 4 Stunden Kindergarten überhaupt keine Betreuungsmöglichkeit.
Alle berufstätigen Mütter, die ich aus dieser Zeit kenne, haben ALLE 2 leistungsfähige Großeltern gehabt und manchmal noch einen Ehemann, der einen Job mit flexiblen Arbeitszeiten gesegnet gewesen ist.
Ich denke, dass Deutschland in puncto Kinderbetreuung immer noch ein arges Entwicklungsland ist und das es überhaupt nicht erwünscht ist, Mütter baldmöglichst wieder in die Arbeitswelt einzugliedern.
Ich denke aber auch, dass jeder Mutter oder Eltern es von Fall zu Fall individuell entscheiden können müssen, ob und wie lang sie zu Hause bleiben.
LG
Sabienes
Wie Sabiene bin ich der Meinung, dass wir generell noch viel Nachholbedarf haben, denn während immer mehr Mamas schnell wieder arbeiten wollen oder müssen, reichen die Betreuungsmöglichkeiten nicht aus.
Ich hatte viel Glück und zwei tolle Chefs:
Bei der Großen war ich sechs Monate daheim und hab dann 15 (5 x 3 Stunden) Wochenstunden gearbeitet. Mein Chef hat sich darauf eingelassen, dass ich dann da bin, wenn mein Mann zuhause ist. Also habe ich immer den Gegenpart zu seiner Schicht gearbeitet. An manchen Tagen haben wir uns nur gesehen, um uns gegenseitig dass Kind in die Hand zu drücken. Dass haben wir ca. 1,5 Jahre so gemacht.
Bei der Kleinen war ich dann ein Jahr daheim und hab danach acht Stunden pro Woche gearbeitet, mein Chef hat geschaut, wann er mich braucht, ich hab geschaut, wie ich kann (wieder Schicht-Problem) und so haben wir uns jede Woche neu arrangiert.
Die Große ging mit drei, die Kleine mit zwei in die KiTa. Seit sie 3,5 ist, arbeite ich 30 Stunden.
Wir haben keine Großeltern, die uns unterstützen können, hatten aber das große Glück eine tolle KiTa zu finden, die seit einiger Zeit auch Kinder ab einem Jahr nimmt und von 7 bis 17 Uhr offen hat.
Als die Mädels in die Schule kamen, haben sie von der KiGa-Gruppe in die Hortgruppe gewechselt und können dort theoretisch bleiben, bis sie 14 sind. Die Einrichtung hat das ganze Jahr auf, sogar an Brückentagen. Wir sind verpflichtet, die Kinder zwischen Mai und September drei Wochen am Stück daheim zu behalten. Für Eltern ohne Schulkinder natürlich super, weil sie nicht in der Hochsaison Urlaub machen müssen.
Wenn wir die Plätze nicht bekommen hätten, hätten wir riesige Probleme, weil ich dann nie so arbeiten könnte, wie ich es im Moment tue, was ich aber muss, weil ich ja der Familienernährer bin, seit mein Mann studiert
Ich denke deine Gedanken sind zum einen verständlich zum anderen zeigen sie aber auch auf, dass wir es recht gut haben. Wie du sagst in der SChweiz geht es 8 Wochen nach der Geburt zurück in den Job ODER man wird arbeitslos und klassische “hausfrau und mutter” wobei man nicht vergessen darf, das in der Schweiz dann eben andere Vorteile inSachen Kinderbereuung geboten werden.
Theoretisch wollen sie ja einiges umsetzen hier, aber das wird NIE klappen. Gerade in den ländlichen Gebieten wie hier bei uns. Die Kindergärten können nicht einfach alles umstellen – ist ja auch mit Kosten verbunden, die die Gemeinde nicht tragen kann. Und dann ist der Bedarf hier bei uns noch recht gering. Die meisten bleiben vorne weg 3 Jahre daheim und die wenigen, die früher arbeiten gehen haben Großeltern.
Unser KiGa hat eigentlich schon tolle Öffnungszeiten von 7:30 bis 17 Uhr. Aber wie gesagt erst ab 2 Jahren. Und wenn das Baby dann 2 wird, ist Lotta 6 und kommt in die Schule. Nächstes Problem – wohin mit dem Schulkind, wenn die Schule aus ist?
danke für diesen bericht aus dem wirklichen leben =) mein sohn ist heute 17. ich ging wieder arbeiten, als er 5 war. 20 stunden und immer auf die uhr schauen, dass ich nicht zu spät zum kindergarten kam (einmal war ich eine std. zu früh)…damals hatte ich einen chef, der die einstellung hatte “familie geht vor” das ist nicht selbstverständlich. nach 4 jahren war schluss, die firma verkauft und alle halbtagskräfte entlassen. seitdem verdiene ich mit dem halben stress das doppelte von zuhause aus…
das töchterchen meiner nachbarn wurde grade 1 jahr, die mutter arbeitet 30 stunden die woche. dies wäre aber nicht möglich, wenn der vater nicht freiberufler und flexibel wäre (wg. personalproblemen in der kita)
in berlin sah ich unlängst eine lustige anzeige: “tausche brautkleid gegen kita-platz”
wenn alles rundläuft, ist gut, wehe wenn aber das kleine krank ist…Deinen stress kann ich sehr gut nachvollziehen, hast einiges mitgemacht, damals und ich denke, 2 jahre sind eine gute entscheidung!
es IST so, merke ich bei mir, dass die kinder selbständiger werden, da man leicht in versuchung kommt, zuviel für sie zu machen, wenn man um sie rum ist…
Zu meiner Zeit was das noch einfacher, drei Jahre zuhause zu bleiben. Ich war zudem beim Staat angestellt, was es nochmal einfacher machte. Meine Schwiegertochter war bei Virginia auch nur ein Jahr zuhause und es war schon auch für mich als Oma komisch, die Kleine so früh aus “der Hand” zu geben. Nun ist mein zweites Enkelkind auch schon 3 Monate und so wie ich mitbekommen habe, wird auch er Ende des Jahres schon in die KiTa kommen… Ich würde gerne die Betreuuung übernehmen, aber noch bin ich lange nicht im Rentenalter, wie das früher halt noch die Omas waren *gg
LG
Meine Kinder sind ja bereits erwachsen und als sie klein gewesen sind, gab es außer 4 Stunden Kindergarten überhaupt keine Betreuungsmöglichkeit.
Alle berufstätigen Mütter, die ich aus dieser Zeit kenne, haben ALLE 2 leistungsfähige Großeltern gehabt und manchmal noch einen Ehemann, der einen Job mit flexiblen Arbeitszeiten gesegnet gewesen ist.
Ich denke, dass Deutschland in puncto Kinderbetreuung immer noch ein arges Entwicklungsland ist und das es überhaupt nicht erwünscht ist, Mütter baldmöglichst wieder in die Arbeitswelt einzugliedern.
Ich denke aber auch, dass jeder Mutter oder Eltern es von Fall zu Fall individuell entscheiden können müssen, ob und wie lang sie zu Hause bleiben.
LG
Sabienes
Wie Sabiene bin ich der Meinung, dass wir generell noch viel Nachholbedarf haben, denn während immer mehr Mamas schnell wieder arbeiten wollen oder müssen, reichen die Betreuungsmöglichkeiten nicht aus.
Ich hatte viel Glück und zwei tolle Chefs:
Bei der Großen war ich sechs Monate daheim und hab dann 15 (5 x 3 Stunden) Wochenstunden gearbeitet. Mein Chef hat sich darauf eingelassen, dass ich dann da bin, wenn mein Mann zuhause ist. Also habe ich immer den Gegenpart zu seiner Schicht gearbeitet. An manchen Tagen haben wir uns nur gesehen, um uns gegenseitig dass Kind in die Hand zu drücken. Dass haben wir ca. 1,5 Jahre so gemacht.
Bei der Kleinen war ich dann ein Jahr daheim und hab danach acht Stunden pro Woche gearbeitet, mein Chef hat geschaut, wann er mich braucht, ich hab geschaut, wie ich kann (wieder Schicht-Problem) und so haben wir uns jede Woche neu arrangiert.
Die Große ging mit drei, die Kleine mit zwei in die KiTa. Seit sie 3,5 ist, arbeite ich 30 Stunden.
Wir haben keine Großeltern, die uns unterstützen können, hatten aber das große Glück eine tolle KiTa zu finden, die seit einiger Zeit auch Kinder ab einem Jahr nimmt und von 7 bis 17 Uhr offen hat.
Als die Mädels in die Schule kamen, haben sie von der KiGa-Gruppe in die Hortgruppe gewechselt und können dort theoretisch bleiben, bis sie 14 sind. Die Einrichtung hat das ganze Jahr auf, sogar an Brückentagen. Wir sind verpflichtet, die Kinder zwischen Mai und September drei Wochen am Stück daheim zu behalten. Für Eltern ohne Schulkinder natürlich super, weil sie nicht in der Hochsaison Urlaub machen müssen.
Wenn wir die Plätze nicht bekommen hätten, hätten wir riesige Probleme, weil ich dann nie so arbeiten könnte, wie ich es im Moment tue, was ich aber muss, weil ich ja der Familienernährer bin, seit mein Mann studiert
Ich denke deine Gedanken sind zum einen verständlich zum anderen zeigen sie aber auch auf, dass wir es recht gut haben. Wie du sagst in der SChweiz geht es 8 Wochen nach der Geburt zurück in den Job ODER man wird arbeitslos und klassische “hausfrau und mutter” wobei man nicht vergessen darf, das in der Schweiz dann eben andere Vorteile inSachen Kinderbereuung geboten werden.
Theoretisch wollen sie ja einiges umsetzen hier, aber das wird NIE klappen. Gerade in den ländlichen Gebieten wie hier bei uns. Die Kindergärten können nicht einfach alles umstellen – ist ja auch mit Kosten verbunden, die die Gemeinde nicht tragen kann. Und dann ist der Bedarf hier bei uns noch recht gering. Die meisten bleiben vorne weg 3 Jahre daheim und die wenigen, die früher arbeiten gehen haben Großeltern.
Unser KiGa hat eigentlich schon tolle Öffnungszeiten von 7:30 bis 17 Uhr. Aber wie gesagt erst ab 2 Jahren. Und wenn das Baby dann 2 wird, ist Lotta 6 und kommt in die Schule. Nächstes Problem – wohin mit dem Schulkind, wenn die Schule aus ist?
danke für diesen bericht aus dem wirklichen leben =) mein sohn ist heute 17. ich ging wieder arbeiten, als er 5 war. 20 stunden und immer auf die uhr schauen, dass ich nicht zu spät zum kindergarten kam (einmal war ich eine std. zu früh)…damals hatte ich einen chef, der die einstellung hatte “familie geht vor” das ist nicht selbstverständlich. nach 4 jahren war schluss, die firma verkauft und alle halbtagskräfte entlassen. seitdem verdiene ich mit dem halben stress das doppelte von zuhause aus…
das töchterchen meiner nachbarn wurde grade 1 jahr, die mutter arbeitet 30 stunden die woche. dies wäre aber nicht möglich, wenn der vater nicht freiberufler und flexibel wäre (wg. personalproblemen in der kita)
in berlin sah ich unlängst eine lustige anzeige: “tausche brautkleid gegen kita-platz”
wenn alles rundläuft, ist gut, wehe wenn aber das kleine krank ist…Deinen stress kann ich sehr gut nachvollziehen, hast einiges mitgemacht, damals und ich denke, 2 jahre sind eine gute entscheidung!
es IST so, merke ich bei mir, dass die kinder selbständiger werden, da man leicht in versuchung kommt, zuviel für sie zu machen, wenn man um sie rum ist…
alles liebe & beste
lass es Dir gutgehen
Das ist lange her ich war bei beiden Kindern 3 Jahre Zuhause.
Zu meiner Zeit was das noch einfacher, drei Jahre zuhause zu bleiben. Ich war zudem beim Staat angestellt, was es nochmal einfacher machte. Meine Schwiegertochter war bei Virginia auch nur ein Jahr zuhause und es war schon auch für mich als Oma komisch, die Kleine so früh aus “der Hand” zu geben. Nun ist mein zweites Enkelkind auch schon 3 Monate und so wie ich mitbekommen habe, wird auch er Ende des Jahres schon in die KiTa kommen… Ich würde gerne die Betreuuung übernehmen, aber noch bin ich lange nicht im Rentenalter, wie das früher halt noch die Omas waren *gg
LG