Ich weiß, das hört sich etwas seltsam an und ich hab selber etwas komisch geschaut, als mir meine Arbeitskollegin erzählte, dass es bei ihr am Wochenende Saure Eier gab
Uns trennen zwar 33 Lebensjahre, aber wir verstehen uns wirklich gut. Morgens sitzen wir momentan wieder mal zusammen am Tisch und arbeiten den Stapel der vergangenen zwei Schichten ab. Da kann man sich auch nebenbei etwas unterhalten – und wen wunderts, oftmals geht es ums Essen. Na jedenfalls hörte sich das so lecker an, dass ich mir dachte, das probierste gleich mal heute abend aus. Kartoffeln sind da, Eier auch, den Rest hab ich sowieso immer da, und ich liebe ja solche alten Familienrezepte – das sind oftmals die Besten
Die Mengenangaben sind so Pi mal Daumen, aber ich habe für uns 2,5 Personen folgendes gebraucht:
- Kartoffeln (ich schätze mal 600 – 700g)
- 50g Butter
- 3 EL Mehl
- 4 TL Senf
- Weißweinessig, Zucker, Salz, Pfeffer, Muskat
- 6 Eier
Zuerst macht ihr aus der Butter und dem Mehl eine klassische Mehlschwitze, also Butter schmelzen, Mehl anschwitzen und dann mit Wasser ablöschen und aufkochen lassen. Ich habe 500 ml Wasser genommen, das war von der Konsistenz her dann schon ganz ok so. Diese Mehlschwitze schmeckt ihr dann mit Senf, Essig, Zucker und den anderen Gewürzen ab – es sollte schon so ein bisschen süß-sauer schmecken, wobei die Säure etwas überwiegt. Wer mag kann noch ein paar Kräuter hinzu geben – Dill würde ganz gut passen, aber ich hatte nur etwas Petersilie zur Hand. Wenn die Soße dann soweit fertig ist, stellt ihr die Kartoffeln auf. Die Soße bitte warm halten, also auf kleiner Stufe auf dem Herd – sie darf aber nicht mehr kochen. Sobald eure Kartoffeln anfangen zu kochen schlagt ihr ein Ei nach dem anderen auf, gebt es zuerst in eine Tasse und lasst es dann vorsichtig in die Soße gleiten (Stichwort: pochierte Eier). Die Eier sind durch, wenn auch die Kartoffeln weich sind – vielleicht schon etwas früher, wenn man das Eigelb eher etwas weich haben will.
Man könnte die Soße auch mit etwas Sahne und geschlagenem Eigelb verfeinern, das habe ich aber nicht ausprobiert, da mir die Sahne fehlte. Natürlich kommt das vorher rein, bevor man die Eier hineingibt. Ein Tipp meiner Kollegin war, den Topf nicht auf der Platte warm zu halten, sondern ihn auf den Topf mit den kochenden Kartoffeln zu stellen – Dampfbad quasi. Hat bei mir aber nicht funktioniert wegen den Topfgrößen. Die Idee find ich aber gut, da man damit ja auch Energie spart.
Zu guter Letzt natürlich werden die Kartoffeln gepellt und schön mit der Gabel zerdrückt. Dann die sauren Eier drüber und fertig ist es:

Bei uns heißt das einfach nur Eier in Senfsoße.Könnt ich auch mal wieder machen
Naja, so kenn ich das auch, aber nicht mit soviel Essig, dass es sauer schmeckt
Oh ich krieg Hunger
Ich bin ein Ossi und kenne Saure Eier schon mind. 25 Jahre und ich liebe sie!
Meine Mutter macht sie anders, auch wenn ich das Rezept nicht mehr im Kopf hab. Weiß nur noch, dass ich es kompliziert fand. Zwiebel 15 min. kochen und dann kam erst der Rest. Aber lecker war’s.
Problem ist dann nur, wenn man es selbst nachmachen will. Irgendwie schmeckt es nie so wie zu Hause damals …
Meine Arbeitskollegin kommt aus dem Osten
Mag sein, dass ich was vergesen habe. Mein Gedächtnis ist nicht so ganz das Beste. Ich frag morgen noch mal nach. Aber so ohne Zwiebeln gings auch, obwohl ich mir noch vorher dachte, ich könnte ja noch Zwiebeln dran machen.
Davon habe ich auch schon gehört – finde es klingt aber irgendwie.. ekelig ^^
Vielleicht werde ich es aber mal ausprobieren
Senfsoße mache ich so immer zu gekochten Fisch. Daß man da auch Eier reingeben kann, habe ich so noch nie gehört/gelesen. Das würde ich dann eher mal ausprobieren, wenn mein Mann nicht zuhause wäre, da er dann doch eher Fleisch & Co bevorzugt.
LG ChrisTa
Bin auch ein Ossi und mit so einem Essen kann man bei mir immer punkten!!