Montag der 13. – es muss nicht immer ein Freitag sein

Mein altes Auto

Gestern war Montag. Eigentlich sind Montage gar nicht so schlimm, ausser dass das Wochenende gerade wieder vorbei ist und ich noch etwas wehmütig bin, weil es wieder so lange dauert bis Samstag ;-) Aber gestern war auch noch der 13. – man sagt ja immer das Freitag der 13. ein Unglückstag sei, was ich aber bisher nicht bestätigen konnte, da ich a) nicht abergläubisch bin und b) noch keine nennenswert negative Erfahrung mit dem Tag gemacht habe. Eigentlich startete der gestrige Montag noch relativ normal bis auf die Tatsache, dass unsere Tochter am frühen Frühmorgen (ich schätze es war 4 Uhr) zu uns ins Bett kam und glühte wie ein Ofen. Gut, dachte ich, das wird ein Tag zu Hause – mindestens – denn mit Fieber kann und will ich sie nicht in den Kindergarten schicken.

Auto fahren hat es in sich

Nach dem Aufstehen war auch klar, dass sich da ne Entzündung im Hals breit machte, da Lotta erheblich über Halsschmerzen klagte und ihre Stimme total kratzig klang. Da ich für meine Arbeit eine Krankmeldung des Kinderarztes benötigte, machte ich uns also einen Termin. Wenn wir schon hinfahren, kann er auch gleich mal reinschauen in das Hälschen. Soweit war das ja alles gar nicht so schlimm, aber die ca. 15-minütige Fahrt zum Kinderarzt zeigte mir schnell, dass es der Tag irgendwie in sich hat. Entweder waren noch alle betrunken vom Wochenende oder die erneuten warmen Temperaturen ließen manche Autofahrer – inklusive mir – die Vorsicht vergessen. Zuerst wurde mir die Vorfahrt genommen, was mir urplötzlich einen Adrenalinstoß versetzte und mich wieder wach rüttelte, denn aus welchem Grund auch immer – ich war total müde und hatte Probleme mich zu konzentrieren. Kurz drauf hätte ich beinah ein parkendes Auto rasiert – Adrenalinstoß Nummer 2 setzte ein. In Gedanken war ich schon bei unserer KfZ-Versicherung und dass wir mal wieder einen Vergleich der KFZ-Tarife durchführen sollten. Man weiß ja nie, was noch so passiert und die Tarife ändern sich ja dauernd ;-)

Einen Unfall wollte ich womöglichst vermeiden, zumal ich ja auch meine Tochter mit im Auto hatte. Dabei reicht es auch schon mit ca. 30 km/h in ein anderes Auto zu fahren – diese Erfahrung musste ich vor gut 11 Jahren machen. Mein heißgeliebter roter Fiesta war nach dem gar nicht so schlimmen Aufprall wirtschaftlicher Totalschaden :-( Hier könnt ihr ihn sehen – ich trauere immer noch um ihn:

Mein altes AutoAber mal zurück zum gestrigen Montag – wir kamen doch noch heile beim Kinderarzt an. Lottas Mandeln sind etwas geschwollen, aber Gott sei Dank sind keine Eiterstippchen dran. Wir brauchen also erst mal keine Antibiotika *puh* Dafür bekam ich eine Krankmeldung und Lotta ein Rezept für Meditonsin. Das holten wir auch in der Apotheke gleich ab und machten dann noch einen Schlenker in die Eisdiele. Das Kind hat Halsweh und nichts hilft da besser wie eine schöne Portion italienisches Eis :-)

Zurück zum Parkplatz musste ich mit ansehen wie ein neben mir parkendes Auto beinahe unseren Focus erwischt hätte! Das war wirklich ganz knapp und erinnerte mich an das erste Auto meiner Schwester. Als sie damals von der Arbeit kam war ihr Auto total verbeult, weil ihr jemand in das parkende Fahrzeug gefahren war. Nur blöd, dass der Verursacher entschwunden war und sie auf den Kosten sitzen blieb. Deswegen fährt sie nur noch mit Parkschadenversicherung, um gegen solch einen Vorfall gerüstet zu sein. Nach dem Anblick des Beinah-Park-Crash schrieb ich mir das auch gleich auf meine gedankliche To-Do-Liste.

Immerhin kamen wir ohne größere Vorkommnisse nach Hause – jedenfalls fast ;-) Kurz hinterm Ortsschild kam mir in einer Kurve ein LKW entgegen, der anscheinend seine Fahrspur nicht sehr mochte und meine dafür gern mal ausprobieren wollte. Nur blöd, dass ich ihm da gerade entgegenkam. Meine bzw. unsere Rettung war der Gehsteig, auf den ich dann auch erst mal drauf bretterte bevor uns der LKW mit der Stoßstange küsste. DAS war dann schon fast zuviel für mich – mit zitterten Händen fuhr ich 50 Meter weiter in unsere Auffahrt hinein, stellte das Auto ab und überlegte, ob ich nicht freiwillig meinen Führerschein abgeben möchte.

Und die Moral von der Geschicht’ ?

Fahre an einem Montag den Dreizehnten mit dem Auto nicht! Dieser Tag bleibt mir jedenfalls vorerst in Erinnerung und falls mal wieder ein 13. auf einen Montag fällt, dann bleib ich lieber zu Hause. Sicher ist sicher ;-)

Kommentare (3)

  1. Uih, das hört sich nach einer gefährlichen Tour an. Zum Glück ist euch und eurem Auto nichts passiert. Aber ich kenne solche Tage. Da wünscht man sich manchmal, dass man erst gar nicht losgefahren wäre.

  2. Manchmal gibt es Tage, da hat man im Gefühl, dass Autofahren vielleicht nicht die beste Idee ist. Dann lässt man das Gefährt lieber stehen. Ich glaube an solche inneren Warnhinweise. Wenn das Kind natürlich krank ist, hat man halt keine andere Wahl…

  3. Ohh trotzdem großes Glück gehabt. Manche Tage würde man echt lieber aus dem Kalender streichen. lg

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