Die Tribute von Panem wollte ich unbedingt lesen, bevor der Film ins Kino kommt. Zu Weihnachten hat mir dann meine Schwester alle drei Teile im Schuber geschenkt. Dann standen die Bücher erst noch mal da rum, weil ich mich noch nicht aufraffen konnte sie zu lesen. Als ich dann mit Lotta im Krankenhaus war Ende Februar, hab ich mit Teil 1 angefangen – innerhalb einer Woche hab ich dann alle drei Teile gelesen, weil sie einfach nur spannend waren und ich wissen wollte wie es ausgeht. Am Samstag war ich dann endlich im Kino, um mir den Film anzusehen. Deswegen gibt es jetzt hier meine Meinung zu Buch und Film von Teil 1:
Die Tribute von Panem – Band 1
Im ersten Teil der Trilogie lernt man die Welt von Distrikt 12 kennen und natürlich das Mädchen Katniss Everdeen. Nordamerika in ferner Zukunft – das Land Panem ist in zwölf sogenannte Distrikte geteilt. An oberster Stelle steht das Capitol. Dieses hat die Herrschaft über die Distrikte. Es gab mal 13, aber der dreizehnte Distrikt wurde nach einer Rebellion ausgelöscht. Um auch alle Einwohner daran zu erinnern, welche Macht das Capitol hat, wird in Panem jedes Jahr ein großes Event geplant. Die Hungerspiele. Dabei werden aus jedem Distrikt ein Junge und ein Mädchen auserwählt, um ihren Distrikt zu vertreten. Gekämpft wird bis zum Tod, denn nur einer kann gewinnen.
Allein diese Tatsache ist schon grausam genug, aber noch grausamer wird es, weil die Menschen, die im Capitol leben, die Hungerspiele lieben und ihnen jedes Jahr entgegen fiebern. Das ist eigentlich einfach nur krank. Im 74. Jahr der Hungerspiele von Panem wird Katniss kleine Schwester Prim gezogen. Weil Katniss sie beschützen will, geht sie als Freiwilliger in die Spiele. Zusammen mit Peeta. Sofort werden die beiden in einen Zug gesetzt und in Richtung Capitol verfrachtet.
Das Leben auf der Reise und im Capitol selbst ist das krasse Gegenteil zum Leben in den Distrikten. Gerade in den äußeren Gebieten wie Distrikt 12, kämpfen die Menschen gegen den Hungertod. Nahrung ist Mangelware, die Menschen leben in kaputten, schäbigen Behausungen. Im Capitol ist alles vom Feinsten. Es gibt Unmengen zu essen, die Menschen verzieren ihre Körper mit krotesken Farben und Formen. Alles erscheint sehr gekünstelt. Peeta und Katniss werden auf die Hungerspiele vorbereitet, um am Ende eigentlich gegeneinander zu kämpfen.
ich denke mehr werde ich euch zu der Handlung nicht erzählen. Die Tribute von Panem fallen in die Sparte Dystopie und reihen sich ein in andere Trilogien, wie z.B. die Biss-Reihe, Cassia&Ky und vielen anderen. Im Prinzip ist es immer das selbe: es geht um eine Liebesgeschichte. Dabei ist die Liebesgeschichte in “die Tribute von Panem” anders, denn erst am Ende der Trilogie weiß man, für wen Katniss Herz wirklich schlägt. Es ist daher die meiste Zeit eine Art Dreiecksbeziehung. Dafür tritt die Unmenschlichkeit der Hungerspiele in den Vordergrund und der Kampf in der Arena ist sehr gut beschrieben, so dass es nie langweilig wurde beim Lesen.
Ob so eine Zukunft wirklich mal eintreten könnte? Ich weiß nicht. Allerdings ist die Menschheit manchmal zu allem fähig und wer weiß wie sich das Leben auf der Erde noch entwickelt? Auch wenn ich es gerne hätte, aber ich glaube, auf einen Weltfrieden können wir ewig warten. Es wird immer Krieg und Hass geben. Das gehört irgendwie – leider – dazu.
Die Tribute von Panem – der Film
Der erste Teil der Trilogie wurde ja jetzt verfilmt und es ist immer schwer, wenn die Buchvorlage gut ist. Voller Erwartung saß ich dann also im Kino. Fazit am Ende:
ja, der Film ist gut, sie halten sich zum größten Teil an die Buchvorlage. Ein paar Passagen wurden natürlich geändert, was aber O.K. ist, denn schließlich muss ja jeder das Geschehene verstehen, ohne das Buch vorher gelesen zu haben.
Der Anfang ging eben sehr schnell und ich finde die Charakteren von Katniss und Gale werden nicht wirklich gut eingeführt. Das war alles recht oberflächlich, aber naja, so ist das im Film eben. Was es mit dem Schwarzmarkt auf sich hat, dass das Jagen eigentlich illegal ist. Die Spottölpel-Brosche bekam Katniss ja von jemand anderem, das fand ich irgendwie blöd im Film. Auch die Bedeutung der Spottölpel hätte irgendwie mal angerissen werden müssen, denn es ist schließlich eine wichtige Figur in der Trilogie.
Dafür hab ich gleich zu Beginn mit den Tränen gekämpft. Als Katniss sich als Freiwillige meldet und dann so schnell weg muss. Das hat mich im Film stark berührt die Szenen. Auch die Leute aus dem Capitol wurden sehr gut dargestellt. So hatte ich mir das im Buch auch vorgestellt. Auch der Rest des Films lag sehr nah an der Buchvorlage, nur das einiges eben schneller ging. Auch am Ende hab ich so mitgefiebert, obwohl ich doch das Ende kannte. Ich hab geweint, ich hab gelacht, mir hat der Film einfach Spaß gemacht. Meine Mutter war mit mir im Kino. Sie hat das Buch noch nicht gelesen und sie war vom Film begeistert. Ich hab sie extra gefragt, ob ihr irgendwas unverständlich vorkam, denn das kann ja leider schnell passieren, wenn ein Buch verfilmt wird. Da geschehen Dinge, wo man sich gar nicht recht erklären kann wieso. Kennt man das Buch, weiß man wieso.
Das einzige was sie irgendwie komisch fand, war das Ende. Nun gut, ich sagte ihr, es kämen ja noch zwei weitere Teile und die bauen eben dann darauf auf. Jetzt bin ich nur mal gespannt wann der zweite Teil ins Kino kommt. Bestimmt Ostern 2013
Ist doch immer so.
Fazit
Die Bücher und der Film ist sicherlich nicht nur was für Teenies. Ich kann die Bücher uneingeschränkt weiter empfehlen, denn sie regen auch zum Nachdenken an. Der Film ist unterhaltsam und auch nicht nur was für Mädchen
. War ja bei Biss ein bissl anders, ne?
Was mich allerdings ein wenig stört, oder was ich mich beim Lesen gefragt habe: Was ist mit dem Rest der Welt? Es ist ja nicht nur Nordamerika bewohnt, sondern sicherlich noch andere Kontinente. Haben die keinen Kontakt mit Panem? Es wird immer davon gesprochen, dass da draußen ja nichts ist. Das selbe habe ich mich bei Cassia&Ky auch schon gefragt. Da müssen doch noch andere Menschen draußen sein, oder?
Nein Danke,
ich habe die Story-Zusammenfassung in irgend einer Vorankündigung zum Film gelesen und – so gerne ich gute Geschichten habe – beschlossen, das Buch (die Bücher) nicht zu lesen. Hätte es keine andere Geschichte sein können als sich gegenseitig abschlachtende Kinder?
Menschen sind in der Anonymität immer für alles zu haben, Brot und Spiele – so war es im alten Rom und so wird es immer bleiben. Wettkämpfe jeder Art erfreuen sich großer Zuschauerzahlen und solange die Zuschauermasse ansatzweise die Regeln versteht, ist sie schnell begeisterungsfähig.
Naja, die Geschichte ist schon hart und grausam. Aber das ist eigentlich ein Buch für Jugendliche und die identifizieren sich eher mit ihresgleichen. Interessant ist die Idee der Zukunft in Panem und die Frage, ob das so abwegig ist? Was mich auch so an der Geschichte faszinierte ist die weitere Entwicklung in Band2 und 3.
Das ist ja das schreckliche eigentlich, dass die Menschheit so leicht zu manipulieren und zu begeistern ist
Bin gerade mit Teil 2 fertig geworden und kann es kaum erwarten mit Teil 3 anzufangen, lese aber dazwischen noch ein-zwei andere Bücher.
Das könnte ich nicht. Wenn ich so ne Trilogie komplett zu Hause habe und es interessant ist, dann MUSS ich einfach weiter lesen