Eltern-Kind-Blogparade Aufgabe 10

Diese Woche bin ich spät dran mit der neuen Aufgabe der Eltern-Kind-Blogparade. Warum? Weil ich ehrlich gesagt nicht wirklich weiß, was ich dazu schreiben soll. Deswegen fällt mein Bericht wohl etwas kürzer aus wie bisher, was aber wohl die Testmama nicht schlimm findet – so muss sie nicht so viel lesen :lol: .

Was die Kinderfreundlichkeit in Deutschland angeht, hab ich mir nie wirklich Gedanken drüber gemacht. Wenn ich an den Alltag mit einem Baby oder Kleinkind denke, dann fällt schon auf, dass in wenigen Einkaufsstätten – von Supermarkt bis Modemarkt – eine Wickelmöglichkeite besteht. Naja, zur Not kann man auch im Kinderwagen oder im Kofferraum wickeln. Geht alles irgendwie ist halt umständlich. Mal abgesehen davon, dass wenn mal eine Wickelmöglichkeit vorhanden war, diese auf der total versifften öffentlich zugänglichen Toilette installiert wurde, wo ich nie und nimmer mein Kind drauf gelegt hätte.

Meine Frage wäre da eher “Ist Deutschland familienfreundlich”? Tja, da bin ich mir manchmal nicht sicher. Ich kann auch nur aus unserer Erfahrung berichten und das ich mich schon über einiges geärgert habe, weil mein Mann und ich einfach “unwissend” sind und manche Dinge uns nie in den Sinn gekommen wären, sie zu hinterfragen. Jetzt hab ich grad nen Faden und leg mal los:

Da wäre das Elterngeld. Eigentlich ne schöne Sache. Ich habe mir mein Elterngeld auf 2 Jahre aufteilen lassen, damit ich im zweiten Jahr nicht völlig ohne was da stehe und weil es wohl steuerlich günstiger sein soll. Dachte ich. Vielleicht wärs das auch gewesen, wenn ich nicht im zweiten Jahr wieder arbeiten gegangen wäre. Ja, da wurden wir richtig reich :twisted: . Meine halbe Stelle und das halbe Elterngeld – da will Vater Staat natürlich fette Steuern sehen. Soviele Einnahmen :roll: Kurz gesagt – wir müssen etliche Steuern nachzahlen, weil wir ja soviel Einnahmen hatten. Wenn ich nun Sprit und Kita-Kosten von meinem Lohn abziehe und dann noch anteilig die Steuernachzahlung – achja, da hab ich im Monat fast 50€ drauf gelegt nur um arbeiten zu dürfen. Mich dem Stress ausgesetzt morgens ein halb verschlafenes Kind ins Auto zu packen und ein übermüdetes Kind nachher wieder abzuholen. Die blöden Bemerkungen, wenn man schon wieder zu Hause bleiben muss, weil das Kind krank ist. Das schlechte Gewissen, weil ich nicht wie andere Mütter brav zu Hause geblieben bin und mein Kind in fremde Hände gebe.

Natürlich war das meine freie Entscheidung, aber ich habe das eher wegen des Geldes getan und nicht unbedingt wegen der Arbeit selbst. Ich mach meine Arbeit gerne, so ist das nicht. Da wir erst recht spät beim Steuerberater waren, konnten wir an der Situation auch nicht viel ändern. Er sagte zu uns, wenn ich auf 400€-Basis gearbeitet hätte, hätte ich mehr davon gehabt. Da frage ich mich dann, wieso macht es der Staat uns arbeitenden Müttern bzw. Eltern  so schwer? Ich weiß, da gibts bestimmt ne Menge Gegenargumente, aber wenn Deutschland mehr Babys will, dann sollten Familien steuerlich besser weg kommen. Viele Frauen wollen ja gar nicht lange zu Hause bleiben, weil sie aufstrebend sind und Karriere machen wollen. Das ist ok, ist aber mit einem Kinderwunsch nur bedingt erfüllbar. Ja, ich weiß, es gibt auch diejenigen, die alles unter einen Hut kriegen. Vielleicht seh ich das grad nur alles so engstirnig, weil es gerade uns betrifft.

Die Kosten die einem entstehen, wenn man ein oder mehrere Kinder hat sind doch enorm. Gerade wenn sie anfangen in den Kindergarten zu gehen, oder wenn man sie (wie ich) früh in Fremdbetreuung geben muss. Dahingegen muss ich mal meine Stadt loben, denn dort bekommt man für jedes Kind bis zum vollendeten 2. Lebensjahr monatlich einen Windelsack umsonst. Ein Müllsack, den man voll mit Stinkewindeln füllen kann – so spart man Platz in der Restmüll-Tonne und somit auch Geld. Immerhin – wenn ich bedenke wieviel Windeln wir verbraucht haben :roll: – unser Sack war immer schnell voll :lol: .

Vielleicht ist die Kinder- oder Familientauglichkeit in Deutschland nicht perfekt und ich hör jetzt mal auf mich zu ärgern ;-) , denn es gibt ja auch positive Dinge – wobei mir spontan nix einfällt. Vielleicht ist es jetzt auch einfach nur zu spät, um weiter drüber nachzudenken. Es gibt sicherlich “schlimmere” Länder wie Deutschland, um Kinder zu kriegen und sie groß zu ziehen. Eigentlich bin ich ganz froh hier zu leben.

Bevor ichs jetzt noch vergesse, es gibt ja wieder was zu gewinnen! Da wären drei USB-Sticks zum Back-uppen von Online Backup Info, weitere drei Amazon-Gutscheine von Baby plus Familie, schöne Hausschuhe von NotJustPink und last, but not least ( ;-) ) zwei Gutscheine für den Working-Kids-Shop.

Kommentare (8)

  1. Vielen Dank für deinen Beitrag :-)
    Ich wundere mich auch häufig wie schwer es Eltern gemacht wird. Ich erinnere mich an meine erste Elternzeit. Für die “Niederkunft” bekam ich von meinem Arbeitgeber 1 Tag Sonderurlaub. Den habe ich gern genommen und die EZ ab dem Tag nach der Geburt genommen. Das war super…denn so habe ich im ersten Lebensmonat vom Baby 1 Tag gearbeitet und der wurde mir auf mein Elterngeld angerechnet so das ich fürs am Teilzeit gearbeitet hab. Der eine Urlaubstag hat uns knapp 200 € gekostet

    • Sowas ist einfach ungerecht. Ich dachte ja, ich wäre so schlau und lasse mir das Elterngeld auf zwei Jahre auszahlen, so dass ich im zweiten Jahr noch Geld bekommen, aber trotzdem arbeiten kann ohne Abzüge. Aber da hab ich nicht ans nachträgliche Versteuern gedacht.

      Ich finde, da sollte man viel mehr aufgeklärt werden. In den ganzen Zeitschriften und Artikel übers Elterngeld gehts nur darum, wie viel man kriegt und wieviel man arbeiten darf, was einem dann abgezogen wird. Wie sich das aber im Nachhinein noch auswirkt, darüber erzählt niemand etwas.

      Naja, beim zweiten Kind bin ich dann (hoffentlich) schlauer ;-)

      • Na wir waren bei Kind 2 und 3 zumindest so schlau, meinen Tag Sonderurlaub verfallen zu lassen….

  2. Na man muss sich eigentlich nicht die Frage stellen!! Deutschland macht alles viel komplizierter!! Wenn ich mir andere Länder anschaue, die haben gerade für die Mütter viel bessere möglichkeiten

    Und ja es stimmt Stuerklasse 5 bricht einem den NAcken und man kann es normal sein lassen.Haben beide die 4 bringt es oftmals aber auch nicht wirklich was.

    Egal was man macht, man ist als Familie doch geaxxxx.

  3. Ja die Sache mit dem Elterngeld … Da habt ihr wirklich die A…-karte gezogen. Es ist einfach nur ärgerlich wenn man Arbeiten geht und dann auch noch was draufzahlen muss.

  4. Wir hatten eben auch überlegt, dass wenn wir ein zweites Kind haben wollen, ich vorher erst mal gearbeitet habe, damit wir dementsprechend auch wieder Elterngeld bekommen – und nicht nur den Regelsatz von 300 €.

  5. Schöner Bericht von Dir.

    Bei uns wurden selbst die Windelsäcke von einem monatlichem Sack auf einen vierteljährlichen Windelsack reduziert :-(
    Schade – soll man seinem Kind sagen, es soll weniger Windeln voll machen….

    • Das ist auch blöd. Natürlich geht das nicht und die Entsorgung von den vollen Windeln kostet ja schon einiges an Geld. Gerade wenn man einen Viel-Kacker hat wie Lotti einer war ;-) .

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